Willkommen auf der Homepage der BUND-Ortsgruppe Norderstedt!

25 Jahre BUND-Ortsgruppe Norderstedt 1987 - 2012

BUND aktuell

 

 "Dein Grün in der Stadt"

BUND ruft zum großen Fotowettbewerb auf

Unter dem Motto "Dein Grün in der Stadt" startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ab dem 18. Mai einen bundesweiten Fotowettbewerb. Einwohner und Besucher von Städten können dem Umweltverband online Fotos schicken, auf denen sie ihre urbanen Oasen und liebsten grünen Plätze abbilden. Das Gewinnerfoto wird mit einer Profi-Bildbearbeitungssoftware im Wert von 1000 Euro belohnt. Die Einsender auf Platz zwei bis sechs erhalten trendige Taschen aus recycelten Feuerwehrschläuchen oder Kopfhörer. Unter allen Teilnehmern verlost der BUND außerdem fünf Gutscheine für ökologische und faire Kleidung. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2012. Über Facebook wählen dann alle Interessierten die fünfzehn besten Bilder aus. Wer schließlich einen der Hauptpreise bekommt entscheidet Anfang August eine unabhängige Jury. Mit dem Fotowettbewerb will der BUND auf den Wert von urbaner Natur aufmerksam machen und persönliche Bezüge zur Natur in der Stadt aufzeigen. „Wir nutzen die Stadtnatur wie selbstverständlich. Sonnenbaden und Grillen im Park oder Abschalten und Entspannen auf dem blühenden Balkon – all das wäre ohne Stadtnatur nicht möglich", sagt Birte Pankau, Diplom-Biologin des BUND Schleswig-Holstein. „Durch den Fotowettbewerb setzen sich die Teilnehmer mit der Natur um sie herum auseinander und wir freuen uns auf viele kreative Einsendungen.“

Grünflächen und Bäume verbesserten das Stadtklima entscheidend, so Pankau. „Pflanzen dämpfen den Lärm, filtern giftige Schadstoffe aus der Luft und sind Kinderstube, Nahrungsquelle und Zuhause für eine Unzahl kleinerer und größerer Tiere. Es gibt gute Gründe, die Natur in der Stadt besser zu schützen“, sagt die BUND-Expertin. Noch hätten viele politisch Verantwortliche den Wert der urbanen Natur nicht ausreichend erkannt. Deshalb seien Straßenbäume, Park- und Grünanlagen oft in einem sehr schlechten Zustand.

Mehr Informationen zu Stadtnatur, zum Fotowettbewerb und zum Mitmachen gibt es ab dem 18. Mai im Internet unter: www.facebook.de/bund.bundesverband  und auf www.bund.net/wettbewerb. Lizenzfreie Bilder zum Thema Stadtnatur finden Sie unter: www.bund.net/pressebilder (Wir bitten um Nennung der Autoren).

Pressekontakte:

Kiel: Birte Pankau, Tel. 0431-66060-40

Berlin: Nehle Hoffer, BUND-Naturschutzkommunikation, Tel. 030-27586-418


Niedersächsische Landesregierung verscherbelt die Elbe

Ministerpräsident McAllister bricht seine Versprechen von Otterndorf


Die BUND-Landesverbände Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein üben heftige Kritik an der heutigen Zusage des Niedersächsischen Landeskabinetts, das Einvernehmen zur Elbvertiefung zu erteilen. „Mit dieser Entscheidung hat Ministerpräsident McAllister sich für rund 100 Millionen Euro Steuergelder den Widerstand der niedersächsischen Elbgemeinden abkaufen lassen“, empören sich die Umweltverbände.Noch 2008 hatten Vertreterinnen und Vertreter aller im Niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien in Otterndorf eine Erklärung verfasst, dass Niedersachsen einem weiteren Elbausbau nicht mehr zustimmen könne (siehe Anlage). Vor allem ging es um den Hochwasserschutz für die dort lebenden Menschen, die Wasserwirtschaft und die Ökologie.Der Wortbruch von McAllister kommt für die Umweltverbände jedoch nicht überraschend. Bereits seit Wochen zeichnete sich ab, dass nach der Altenbrucher Ufersicherung bei Otterndorf, die den Steuerzahler 70-80 Millionen kosten wird, nun zusätzliche Kompensationszahlungen für den Obstbau in Höhe von 20-30 Millionen Euro in Aussicht gestellt werden.

Besonders empört ist der BUND, dass McAllister das Einvernehmen just eine Woche vor einer gemeinsamen Ratssitzung der Kommunen an der Elbe von Cuxhaven bis Jork erteilen will. Bei diesem Treffen soll eine gemeinsame Strategie gegen die Elbvertiefung besprochen werden. „Die Unterschrift ist ein Schlag ins Gesicht der niedersächsischen Gemeinden in der Elbregion“, so die BUND-Landesverbände.Der BUND erwartet nun den abschließenden Planfeststellungsbeschluss in den nächsten Wochen. Danach hat er einen Monat Zeit, Klage dagegen einzureichen. Nach den Erfahrungen an der Weser ist der Umweltverband zuversichtlich, dass das Bundesverwaltungsgericht einem sofortigen Beginn der Arbeiten eine Absage erteilen wird.

„Die Bundesregierung und Hamburg haben heute einigen Obstbauern und Deichschützern ihre Kritik abgekauft und damit den Weg lediglich für den Planfeststellungsbeschluss freigemacht. Die Entscheidung über die Elbvertiefung selbst und damit die Bewertung der unverantwortlichen Eingriffe in die Ökologie des Flusses wird vor den Gerichten vorgenommen“, so die Verbände.

Ansprechpartner:

Hans-Jörg Lüth, BUND-Landesgeschäftsführer, Handy 0178-2321774

Tel. 0431/ 660 60-20, E-Mail:  

 

 

Norderstedt putz(t) munter

Auch die BUND-Ortsgruppe Norderstedt beteiligte sich bei schönstem „Mützenwetter“ an dieser Aktion der Stadt. Bereits am 24.03.2012 haben wir am Rantzauer Forstweg im Bereich der Amphibien Schutzanlage die anliegen Gewässer (Teiche) und das Gelände selber vom Müll befreit. Bei einem zeitlichen Einsatz von 3 Stunden kamen dabei 7 volle Müllsäcke zusammen.

 

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BUND Mitglied Ingrid Niehusen

 

 

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vermüllter Teich am Rantzauer Forstweg

 

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Die BUND-Ortsgruppe Norderstedt lädt ein zur Mitglieder- bzw. Jahreshauptversammlung:

Dienstag, 24. April 2012, 17:30 Uhr,
Rathaus Norderstedt, (Raum K 130 / 131)

Tagesordnung 

1.    Begrüßung
2.    Wahl der/des Versammlungsleiterin/s
3.    Genehmigung /Änderung der Tagesordnung
4.    Tätigkeitsbericht des Vorstandes
5.    Bericht des Kassenwartes / der Kassenprüfer
6.    Aussprache zu den Berichten
7.    Feststellung des Haushaltsabschlusses 2011
8.    Entlastung des Vorstandes
9.    Haushalt 2012
10.  Wahlen: Kassenprüfer
11.  Anträge / Verschiedenes

Wir würden uns über ein zahlreiches Erscheinen der BUND Mitglieder freuen.

Der Vorstand der Ortsgruppe Norderstedt

 

 

Abenteuer Faltertage: Schmetterlinge zählen von April bis Oktober


Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat dazu aufgerufen, von April bis Ende Oktober bundesweit Schmetterlinge zu zählen. Mit der seit 2005 alljährlich stattfindenden Zähl-Aktion macht der Umweltverband auf die Bedrohung der Schmetterlinge aufmerksam und sensibilisiert die Öffentlichkeit für den Naturschutz. Bei der Aktion mit dem Titel „Abenteuer Faltertage“ wird mithilfe von Zählbögen nach zehn verbreiteten und einfach zu erkennenden Schmetterlingsarten gesucht. Die gesichteten Exemplare werden dem BUND entweder online unter www.bund.net/faltertage oder per Post gemeldet. Aus den gewonnenen Daten zieht der Umweltverband Rückschlüsse auf die Entwicklung des Schmetterlingsbestandes in Deutschland.

Obwohl es immer noch viele Schmetterlinge zu geben scheine, seien einige Arten besonders gefährdet, sagte Nehle Hoffer, Schmetterlings-Expertin beim BUND. „Nur etwa einem Fünftel der Schmetterlingsarten in Deutschland geht es gut. Die meisten Arten leiden vor allem unter der industriellen Land- und Forstwirtschaft mit ihrem massiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Pestizide schädigen nicht nur Lebensraum und Nahrungsgrundlage der Schmetterlinge, sondern auch die Insekten direkt“, sagte Hoffer.Die Raupen der Schmetterlinge fräßen oft nur bestimmte heimische Pflanzenarten. Deshalb würden artenreiche Gärten und Balkone mit einheimischen Pflanzen den Schmetterlingen beim Überleben helfen, so Hoffer. Die ausgewachsenen Schmetterlinge benötigten zur Ablage ihrer Eier ebenfalls bestimmte heimische Gewächse. Brennnesseln beispielsweise sollten deshalb nicht entfernt werden. Auch der Kauf von Bioprodukten trage zum Schmetterlingsschutz bei. In der Biobranche verzichteten die Landwirte auf den Einsatz von giftigen Pestiziden und Düngemitteln.
 
Mehr Informationen zum „Abenteuer Faltertage“, die Zählbögen und eine kostenlose Broschüre „Schmetterlinge schützen“ gibt es auf der Internetseite www.bund.net/faltertage und unter Tel. 030-27586-442. Pressefotos von Schmetterlingen und Logos zum „Abenteuer Faltertage“ finden Sie im Internet unter:

www.bund.net/bundnet/presse/bild_und_ton/aktionen_und_projekte/#c4882

 

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 Distelfalter: Foto Sabine Flechtmann

 

 

 

Krötenwanderungen beginnen – Vorsicht an Straßen


Sobald die nächtlichen Temperaturen auf über 5 Grad Celsius ansteigen, beginnen Kröten, Frösche und Molche mit der Wanderung zu den Laichgewässern. Leider werden zahlreiche dieser nützlichen Amphibien bei ihrem Weg aus ihren frostsicheren Winterquartieren zu Teichen und Feuchtgebieten auf kreuzenden Straßen getötet.Autofahrer sollten deshalb in den nächsten Wochen bei entsprechender Witterung besonders vorsichtig und langsam fahren. Dies gilt besonders auf Straßen, die an Waldrändern, Talwiesen oder Feuchtgebieten vorbeiführen. Dies sind ihre Lieblingsplätze.Auch die zunehmende Zerschneidung der Landschaft erweist sich als problematisch für Amphibien. Dadurch erreichen immer weniger Tiere ihre angestammten Laichplätze. „Schon ab einer Verkehrsdichte von nur 10 Autos pro Stunde können bis zu 50 Prozent der Amphibien getötet werden“, informiert Diplom-Biologin Birte Pankau vom BUND-Landesverband. „Laichschwere Erdkrötenweibchen, die oft schon ihr Männchen auf dem Rücken tragen, brauchen zum Überqueren einer normalen Straße häufig 15 Minuten oder länger.“ Tiere, die nicht direkt von Autoreifen erfasst werden, können bereits ab einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern vom Luftdruck vorbeifahrender Autos zerrissen werden.Alle einheimischen Amphibien stehen unter Artenschutz. Acht der 15 in Schleswig-Holstein vorkommenden Arten sind bereits ausgestorben oder in ihrem Bestand gefährdet. „Kröten und andere Lurche spielen eine große Rolle in der Natur“, erklärt Birte Pankau. „In Gärten, im Wald und auf dem Acker vertilgen sie zahlreiche als Schädlinge bezeichnete Tiere und dienen selbst als wichtige Nahrungsquelle für andere bedrohte Tierarten wie den Weißstorch.“

Gartenbesitzer können zum Amphibienschutz beitragen, indem sie naturnahe Gartenteiche anlegen. Zudem sollte im Garten auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet werden. Regelmäßige Kontrollen von Kellerlichtschächten und Gullys am Haus verhindern, dass Amphibien und andere Kleintiere wie Igel darin tödlich verenden.

Für Rückfragen: Dipl.-Biol. Birte Pankau, Tel. 0431/ 66060-4

 

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Erdkröten: Foto BUND S-H

 

Agrar-Demo in Kiel vor der Landtagswahl:

BUND fordert neue Agrarpolitik


Mit anderen Umwelt- und Tierschutzorganisationen, Bürgern und Landwirten demonstriert der BUND Schleswig-Holstein vor dem Landeshaus in Kiel für eine neue Agrarpolitik. Der BUND betrachtet die Landesregierung als konzeptlos gegen Massentierhaltungsanlagen und 200.000 Hektar Maisanbaufläche in Schleswig-Holstein.„Die politisch Verantwortlichen blenden die Stimmung in der Bevölkerung aus“, so Dr. Claudia Bielfeldt vom BUND-Landesvorstand. „Die Menschen in Schleswig-Holstein wollen eine lebenswerte Landschaft mit bäuerlicher strukturierter Landwirtschaft und keine Agrarindustrie“. Bei mehr als 50 Prozent Maisanbaufläche an den Gemeindeflächen im Norden von Schleswig-Holstein sei der Naturschutz längst unter die Räder geraten. Aufgrund von weiteren Planungen von Agrargasanlagen ist in Kürze mit zusätzlichen 30.000 Hektar Mais zu rechnen.

Die größer werdenden Tierhaltungsanlagen produzierten für den Export. Exporte seien das Interesse der Verarbeitungsindustrie, nicht jedoch das der überwiegenden Anzahl der Bauern, der Bürger und des Naturschutzes. Die Umweltbelastungen durch noch mehr Gülle und klimaschädliche Gase blieben bei den Bürgern und Bürgerinnen vor Ort. Europäische Naturschutzvorgaben ließen sich mit einer Agrarpolitik, die auf den Weltmarkt ziele, nicht umsetzen.Der Klimaschutz müsse nach Ansicht des BUND-Landesverbandes in der Landwirtschaft eine weitaus größere Rolle spielen. Mit einer ungebremsten Fleischproduktion sei dies nicht vereinbar. Bielfeldt forderte bei der Kundgebung vor dem Landeshaus in Kiel eine Abkehr von Massentierhaltung, Futtermittelimporten aus Drittländern, Pestizideinsatz und Intensivdüngung als Hauptquellen für klimaschädliche Emissionen. Die Intensivlandwirtschaft komme der Bevölkerung wegen ihrer Nebenwirkungen auf Lebensqualität und Umweltfolgen teuer zu stehen und müsse auf ein vernünftiges Maß zurückgefahren werden, fordert der BUND vor der Landtagswahl. Opfer dieser Politik sind auch die vielen Landwirte, die ihre Höfe beim „Wachsen und Weichen“ aufgeben müssen.„Sämtliche Fördergelder für die Landwirtschaft müssen konsequent an Umwelt- und Naturschutzleistungen der Landwirte gebunden werden statt eine umweltschädliche Landbewirtschaftung weiterhin mit Subventionen zu belohnen“, fordert BUND-Landesgeschäftsführerin Dr. Ina Walenda. „Es ist ein Skandal, dass diese Landesregierung den ökologischen Landbau nicht mehr fördert.“

Für Rückfragen:

Dr. Ina Walenda, Tel. 0431-66060-50, mobil 0178-6350719

Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND)

Landesverband Schleswig-Holstein e. V.

Lerchenstraße 22, 24103 Kiel

Landesgeschäftsstelle

 

 

Letzte Chance zur Säuberung von Nistkästen


Der Februar ist die ideale Zeit, um Nisthilfen für Vögel zu säubern. Dies verhindert die Übertragung von Parasiten und verbessert die Überlebenschancen des Nachwuchses. „Die Nistkästen sollten einmal jährlich im Spätsommer oder am Ende des Winters gereinigt werden“, empfiehlt Diplom-Biologin Birte Pankau vom BUND-Landesverband. „Der beste Zeitpunkt ist allerdings im Februar.“ So bleiben mögliche „Wintergäste“ ungestört. Nistkästen erfüllen auch im Winter wichtige Funktionen, denn sie bieten in der kalten Jahreszeit einen schützenden Unterschlupf für überwinternde Vögel, Fledermäuse, Insekten und Haselmäuse. Ab März beginnen bereits die ersten Singvogelarten mit ihrem Brutgeschäft und beziehen die Kästen.

Im feucht-warmen Milieu der Nistkästen vermehren sich schnell Parasiten wie Flöhe, Zecken, Milben und Läuse. Ein übermäßiges Parasitenaufkommen führt zur Schwächung der Vögel. Zudem könnten ihre Nachkommen in der Entwicklung beeinträchtigt werden. Für die Gesundheit der Vögel ist es wichtig, die Kästen regelmäßig zu reinigen. Dabei sollten alte Nester entfernt und Parasiten ausgebürstet werden. Zusätzlich kann der Kasten mit heißem Wasser und Seife ausgespült werden, wenn der Befall sehr stark ist. Auf aggressive Reinigungsmittel sollte man verzichten. Wegen der Parasiten ist es sinnvoll, Handschuhe und einen Mundschutz zu tragen sowie die Säuberung im Freien durchzuführen.

„Natürliche Nist- und Lebensräume werden für Vögel leider immer seltener. Zunehmend fehlen in der Landschaft alte Bäume oder dichte Hecken und Gehölze“, bedauert Birte Pankau. „Mit den Nisthilfen können wir einigen Vogelarten wie Meisen und Sperlingen ein Stück Lebensraum im Garten zurückgeben.“

 


Foto: A. Albrecht

Für Rückfragen:

Dipl.-Biol. Birte Pankau, Tel. 0431/ 66060-40

Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND)

Landesverband Schleswig-Holstein e. V.

Lerchenstraße 22, 24103 Kiel

 

 

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, PROVIEH, und BI "Uns Bürgern stinkt's" vom 24.01.2012

Organisationen und Initiativen gründen Netzwerk gegen Intensivtierhaltung


19 Bürgerinitiativen, Naturschutz- und Tierschutzverbände in Schleswig-Holstein sowie Landwirte gründen ein Netzwerk gegen den Bau weiterer Intensivtierhaltungsanlagen. Hintergrund ist eine massive Zunahme großer Mastanlagen. Immer häufiger führen neue Stallbauten und Erweiterungen bestehender Anlagen zu Konflikten mit den Betroffenen vor Ort sowie mit dem Tier- und Naturschutz. Eine nicht artgerechte industrielle Intensivtierhaltung führt zu Qual-Zucht, Verstümmelung und Krankheit unserer Nutztiere. Zudem werden Gewässer und andere Lebensräume sowie unsere Luft belastet. Die Artenvielfalt nimmt drastisch ab. Produziert wird zunehmend für den Export, die Umweltbelastungen jedoch bleiben in Schleswig-Holstein. Die Grenzen der Belastbarkeit für Bürger, Umwelt und Natur sind längst überschritten.

Im schleswig-holsteinischen Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" sollen Kräfte und Fachkompetenzen gebündelt werden, um in der Politik Veränderungen im Sinne von Umwelt- und Tierschutz herbeizuführen. Die Erfordernisse der Umwelt und die Bedürfnisse der Bevölkerung im ländlichen Raum sowie der Landwirte und Tiere müssten weitaus stärker berücksichtigt werden. Lösungen für eine artgerechte Tierhaltung und für den Erhalt unserer Umwelt sollen gemeinsam erarbeitet und in der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu sind Aktionen geplant. Das Bündnis fordert eine flächengebundene Tierhaltung; landlose Haltungssysteme dürften nicht mehr genehmigt werden. Die notwendige Bindung der Tierhaltung an die landwirtschaftliche Nutzfläche könne die viel zu hohen Nährstoffeinträge in Landschaft und Gewässer sowie den Import von Futtermitteln aus Drittländern, vor allem Gen-Soja aus Südamerika begrenzen. Für Stallbauten dürfe nicht allein der wirtschaftliche Ertrag ausschlaggebend sein. Ebenso müsse im Genehmigungsverfahren eine hinreichend verhaltensgerechte Tierhaltung Kriterium sein. Schon bei der Genehmigung müßten die Risiken für eine Entstehung und Verbreitung antibiotika-resistenter Keime berücksichtigt werden.

Das Netzwerk fordert die Landwirtschaft und die Politik auf, in einen Dialog mit ihm einzutreten, wie eine Verbesserung des Umwelt- und Tierschutzes erreicht werden könne bei gleichzeitiger Sicherstellung eines fairen Ertrags für die Arbeit der Landwirte.

Pressekontakte
Dr. Ina Walenda, BUND-Landesgeschäftsführerin, Tel. 0178 6350719
Stefan Johnigk, PROVIEH, Geschäftsführer, Tel. 0157 03010443
Sven Koschinski, BI "Uns Bürgern stinkt’s", Tel. 04526-380808

 


 

 



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